Netzteile mit falscher Spannung

15. Februar 2010 von Patrick Schnabel

Mit der Zeit sammeln sich schnell viele Steckernetzteile an. Irgendwann will man welche davon wegschmeißen. Vorher prüft man, welche davon defekt sind. Mit einem Digitalmultimeter misst man als die Ausgangsspannung.

Auf den ersten Blick scheinen die Ergebnisse zu verblüffen. Man stellt fest, dass die gemessenen Ausgangsspannungen mit dem aufgedruckten Spannungswert wenig zu tun haben.

Liegt hier ein Messfehler vor?

Vorausgesetzt man hat das Multimeter richtig verwendet liegt hier indirekt ein Messfehler vor. Der Grund: Im Fall eines der üblichen Steckernetzteile misst man im Leerlauf (also ohne Last) immer eine deutlich höhere Spannung. Die aufgedruckte Spannung stellt sich erst ein, wenn ein Strom fließt.

Hier ist zu beachten, dass bei der Spannungsmessung kein Strom durchs Messgerät fließt. Ein Netzteil gibt es also immer eine Leerlaufspannung ab, wenn kein Strom fließt. Mit dem Multimeter misst man immer die Leerlaufspannung, die in der Regel höher als die angegebene Spannung ist.

Beachten muss man dabei, dass insbesondere günstige Netzteile eine etwas ungenaue Spannungsstabilisierung haben.

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Elektronisches Labor von Rohm Semiconductor

10. Februar 2010 von Patrick Schnabel

Rohm Semiconductor hat ein Online-Simulations-Tool für Schaltregler und H-Brücken-Treiber entwickelt. Damit lassen sich Schaltungen entwerfen, berechnen und simulieren. Auf Basis der Simulationsergebnisse erstellt das Tool eine Teileliste. Damit soll dem Entwicklungsingenieur die Bauteile-Auswahl erleichtert werden.

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Magnetische Flussdichte bei Transformatoren und Übertragern

8. Februar 2010 von Patrick Schnabel

In Netztrafos werden Flussdichten bis ca. 2 Tesla (T) gewählt. In Übertragern bis ca. 0,5 Tesla (T). Was ist dafür der Grund? Und was hat das mit der Sättigung zu tun?

Netztransformatoren werden auf die Netzfrequenz optimiert und sollen nur eine Frequenz übertragen. Übertrager sollen eine Frequenz von (ca.) 30 Hz bis 15 kHz übertragen. Netztransformatoren werden ohne Luftspalt im Eisenkern gefertigt und bis zur Sättigungsgrenze magnetisiert. Die Sättigungsgrenze liegt meist bei 1,5 bis 1,6 Tesla wenn hochlegiertes Elektroblech verwendet wird.

Durch die große Frequenzbandbreite bei Übertragern darf bei keiner Frequenz die Sättigung erreicht werden. Das würde zu Verzerrungen führen und der Klirrfaktor würde stark ansteigen. Luft ist ein magnetisch schlechter Leiter. Eine magnetische Sättigung bei Luft ist nicht möglich. Darum wird bei Tonfrequenzübertragern im Eisenkern ein Luftspalt eingebaut. Nur so ist eine einigermaßen verzerrungsarme Übertragung des gewünschten Tonbereiches möglich. Es wird damit auch nur eine geringere Magnetisierung möglich.

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LED zur Beleuchtung

3. Februar 2010 von Patrick Schnabel

Seit dem Leuchtdioden sehr hell und weiß sind, liegt der Wunsch nahe sie zur Beleuchtung einzusetzen. Doch für Beleuchtungszwecke können LEDs normale Glühbirnen nicht einfach so ersetzen. LEDs produzieren neben Licht auch Wärme. Wärme wiederum verbessert die Leitfähigkeit von Halbleitern und deshalb auch von LEDs. Der Strom steigt an, was auch einen Temperaturanstieg zur Folge hat. Das Aufschaukeln von Temperatur und Strom wird in der Regel durch eine Strombegrenzung verhindert. Doch auch eine gute Wärmeableitung ist sehr wichtig.

Gefordert sind völlig neue Beleuchtungskonzepte, um die Möglichkeiten der LEDs ausschöpfen zu können. Das bedeutet freie Formen und digitale Farbsteuerung.

Zur Beleuchtung nutzt man derzeit weiße LEDs. Deren Farbstabilität und Farbtemperatur ist allerdings alles andere als optimal. Weiße LEDs bestehen aus einem blau leuchtenden Halbleiter, der in einem gelben Phosphor beschichteten Gehäuse steckt. So wird aus dem blauen Licht ein weißes Licht. Dessen Farbtemperatur hängt von der Phosphor-Beschichtung und der Dotierung des Halbleiters ab. Hinzu kommt, dass sich der Weißton in Abhängigkeit der Richtung, aus der man auf das Licht sieht, ändert.

Vorteile gegenüber Glühlampen

  • deutliche höhere Lichtausbeute
  • lange Lebensdauer
  • hohe manuelle Belastbarkeit
  • zuverlässiger
  • lassen sich schneller schalten und modulieren
  • günstige Gesamtkosten (Anschaffung + Betrieb)
  • Lebensdauer bis 100.000 Stunden

Schwächen der LED

  • geringe Leistung pro Einheit
  • Elektronik zur Ansteuerung notwendig
  • hohe Einstiegskosten
  • Effizienz und Lichtfarbe von den Temperaturen abhängig
  • Farbunterschiede zwischen den Produktionsserien

Ansteuerung

Für die Ansteuerung der Leuchtdioden ist zusätzliche Elektronik notwendig. Für die beste Lichtausbeute und Lebensdauer müssen die festgelegten Ströme und Spannungen eingehalten werden. Während sich eine LED mit 20 mA Betriebsstrom mit einem einfachen Vorwiderstand steuern lässt, ist das bei einer Hochleistungs-LED nicht möglich. Sie benötigt einen größeren Strom und eine umfangreiche Wärmeabfuhr.

Wärmeproblem

Die Lebensdauer einer LED hängt maßgeblich von deren Erwärmung ab. Je wärmer, desto kürzer ist die Lebensdauer und desto ineffizienter arbeitet sie. Da nicht die gesamte Energie in Licht umgewandelt werden kann, entsteht Wärme. Diese muss abgeleitet werden. Entweder über das Gehäuse oder einen Kühlkörper. Eine aktive Kühlung scheidet aus verschiedenen Gründen aus.

Fazit

Noch sind LEDs keine gebührenden Nachfolger von Glühlampen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass LEDs sich im Bereich der Beleuchtung vollständig durchsetzen werden. Das kann aber noch ein paar Jahre dauern.

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Unterschiede bei weißen LEDs

1. Februar 2010 von Patrick Schnabel

Es gibt zwei verschiedene Arten, um mit LEDs weißes Licht zu erzeugen.

Farben mischen

Die eine Möglichkeit ist, rote, grüne und blaue LEDs zu mischen. Daraus entsteht ein weißes Licht mit einstellbarem Farbraum. In dieser Form werden drei Leuchtdioden in einem gemeinsamen Gehäuse vereinigt. Man erkennt diese Gehäuse an den sechs Anschlüssen, die sternförmig am LED-Chip angebracht sind. Die Farbtemperatur, ja sogar die Farbe lässt sich sehr fein einstellen. Diese RGB-LEDs sind aber teuer.

Farben filtern

Die zweite Möglichkeit ist eine Blau leuchtende LED, deren Gehäuse mit einer gelben Phosphorschicht überzogen ist. Diese Schicht wirkt als Filter für die blauen Photonen, die als gelbes Licht emittieren. Das blaue und gelbe Licht vermischen sich zu einem weißen Licht. Man bezeichnet diese LEDs als weiße Dioden.
Die Farbtemperatur wird bei der Herstellung festgelegt. Nachträglich lässt sich nichts mehr ändern. Diese Pseudo-White-LEDs gibt es mit warmem, neutralem und kaltem Weißlicht mit Farbtemperaturen zwischen 2.500 und 10.000 Kelvin.

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