Austausch eines Elektrolyt-Kondensators

Ein Aspekt, der beim Austausch eines defekten Elektrolyt-Kondensators kaum beachtet wird, ist dessen Nennspannung. Weil gerade kein passender Typ vorhanden ist, wird mal eben geschwind ein Elektrolyt-Kondensator mit einer höheren Nennspannung verwendet.

Und, ist es sinnvoll beim Austausch eines Elektrolyt-Kondensators einen andere Elektrolyt-Kondensator mit einer höheren Nennspannung zu verwenden?

Dazu muss man folgendes wissen: Elektrolyt-Kondensatoren arbeiten am besten bei 75% ihrer Nennspannung. Wenn sie mit voller oder fast voller Nennspannung arbeiten, dann steigt der Leckstrom an und somit auch die Entlade-Strom-Verluste. Sie befinden sich ja fast vor dem Durchschlag. Das verkürzt die Lebensdauer des Kondensators erheblich.

Es ist jedoch noch viel schlimmer, wenn man den Elektrolyt-Kondensator nur bis zu einem Bruchteil der Nennspannung betreibt. Um den Oxidfilm auf dem Aluminium aufrechtzuerhalten, ist eine geringe Menge an Leckstrom erforderlich. Der Tritt aber nur im oberen Drittel der Nennspannung auf.

Deshalb gilt, beim Austausch eines defekten Elektrolyt-Kondensators auf die Betriebsspannung und die Nennspannung achten. Der Kondensator arbeitet am besten, wenn die Betriebsspannung etwa 75% der Nennspannung beträgt.