Berechnung eines Kondensators zur Funkentstörung

Im Modellbau sind an Gleichstrommotor Kondensatoren angebaut. Sie dienen der Funkentstörung. Da stellt sich die Fragen, wie man diese Kondensatoren dimensioniert.

Grundsätzlich schadet es nicht, sich das bei anderen abzuschauen. Vor allem deshalb, weil Entstörung schwierig ist. Besonders, wenn man es berechnen will. Besser ist es, wenn man es einfach ausprobiert. Das geht schneller als Berechnen.

Erfahrungsgemäß verwendet man 100 nF (Keramik-Kondensator) und 100 µF (Elektrolyt-Kondensator). Sowas findet man in fast jeder Bauteilsammlung. Dann schaut man nach, ob die Störungen verschwinden. Wenn die Störungen hochfrequenter sind, dann kann man es auch mit 100 pF versuchen.

Hinweis zur Kapazität: Je mehr Strom der Motor zieht, desto größer sollte die Kapazität sein. Die obere Grenze wird aber nicht nur durch die Bauform beeinflusst, sondern auch durch den induktiven Anteil des Kondensators. Es bringt nichts, einfach einen fetten Elektrolyt-Kondensator anzuschließen. Er kann hochfrequente Störimpulse wegen seiner Eigeninduktivität nicht ausgleichen.