Ein 220V-Gerät am 230V-Netz betreiben. Geht das?

14. Januar 2009 von Patrick Schnabel

Für den elektrotechnischen Laien ist es ja nicht immer so einfach mit den elektrischen Werten. Er ist ja kaum in der Lage Strom und Spannung voneinander zu unterscheiden. Und jetzt steht da auf einem Gerät was von 220V. Häh? Haben wir hier nicht ein 230V-Netz?

1. Kann man das 220V-Gerät am 230V-Netz ohne Probleme betreiben?

Ja, natürlich kann man ein 220V-Gerät in jede Steckdose des 230V-Netzes stecken. Es geht davon nicht kaputt.

2. Und was hat es eigentlich damit auf sich? Sind es jetzt 220V oder 230V?

Wir hatten in Deutschland und in einigen anderen Ländern in Europa ein Stromnetz mit 220V. Irgendwann, vielleicht kann jemand das Datum nachliefern, gab es eine europaweite Harmoniesierung. Das bedeutet, alle daran beteiligten Länder stellten Ihr Stromnetz auf 230V um. In Deutschland war damals noch das 220V-Netz. Wie geht das nun?

Ganz einfach. Man hat eine Toleranz festgelegt. So ist es möglich, 220V-Geräte am 230V-Netz zu betreiben. Misst man an einer beliebigen Stromdose die Spannung, so stellt man fest, dass die Spannung dort gut und gerne zwischen 220V und 240V schwanken kann. Abhängig auch von der Tageszeit. In Zeiten, in denen viel Strom aus dem Netz gezogen wird, ist die Spannung geringer. In Zeiten, in denen weniger Strom aus dem Netz gezogen wird, ist die Spannung höher.

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Flash-Speicher auf dem Vormarsch

29. Januar 2008 von Patrick Schnabel

Spätestens dann, wenn die Hersteller von bestimmten Produkten oder Produktgruppen abwenden, dann weiß man da passiert was im Markt. Entweder befinden sich die Produkte auf dem absteigenden Ast oder der Hersteller ist nicht mehr in der Lage das Produkt in den Markt zu bringen.

So scheint es jetzt bei den 1,8-Zoll-Festplatten zu sein. Das sind die Festplatten die bevorzugt in MP3-Playern, Videokameras und vergleichbare Geräte eingebaut werden. Hier gibt es den Trend hin zum Flash-Speicher. Der japanische Hersteller Hitachi möchte aufgrund rückläufiger Verkaufszahlen aus diesem Bereich aussteigen. Hitachi hat bereits die Produktion von 1-Zoll-Festplatten eingestellt. Im Gegenzug dazu will der Hersteller Fujitsu in diesen Bereich gar nicht erst einsteigen. Das ist doch wohl ein deutliches Zeichen, dass Flash-Speicher auf dem Vormarsch sind.

Vergleicht man Festplatten und Flash-Speicher miteinander, dann stellt man fest, dass Flash-Speicher gegenüber Festplatten in Sachen Speicherkapazität, Preis, Haltbarkeit und Energie-Effizienz im Vorteil sind.

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Elektronisches Papier

8. Januar 2008 von Patrick Schnabel

E-Paper oder Elektronisches Papier findet sich neuerdings in allerlei E-Book-Reader. Das sind so Lesegeräte für elektronische Bücher, die ein Display haben, welches weder ein TFT, LCD oder Plasma-Display ist. Das neuartige E-Paper-Display von E Ink funktioniert ganz anders.

Ein Bild auf dem E-Paper-Display entsteht dadurch, dass schwarze oder weiße Kügelchen mit unterschiedlicher Polarität an die Display-Oberfläche wandern. Die Kügelchen werden über Elektroden gesteuert. Das Bild erinnert an ein hellgraues Umweltpapier, auf dem eine Schrift gedruckt ist.

Die Display haben eine sehr hohe Auflösung. Pixelstrukturen sind praktisch nicht sichtbar. Dafür ein gestochen scharfes Schriftbild.

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HD versus DVD

28. Dezember 2007 von Patrick Schnabel

Da heißt es doch immer, die neuen HD-Scheiben HD-DVD und Blu-ray Disc haben eine bessere Bildqualität als DVD. JokerofDarkness von blog.HIFI-FORUM.de ist da auf ein ganz anderes Ergebnis gekommen. Er testet die Blu-ray Disc und die DVD eines Filmes. Aktuelle von Alien vs. Predator.

Kommen wir nun zum Bild! Die DVD verfügt über ein sehr gutes, ruhiges und vor allem scharfes Bild. Filmkorn ist vorhanden, aber dient hier nicht als Stilmittel, wie bei so manch anderem Film. Für den Look setzte man aber verstärkt Blaufilter ein. Alles in allem hat dieses Bild ganz klaren Referenzwert. Kann die BR das toppen? Jein. Im direkten Vergleich sind die Aufnahmen des Alls etwas detailreicher. Dies ist aber nur bei absolut genauer Betrachtung zu sehen. Weder die Schärfe ist besser, noch ist das Bild ruhiger. Da das DVD Bild mit entsprechendem Equipment schon eindeutig auf Referenzniveau ist und die BR keine nennenswerten Unterschiede bietet gibt es Bildtechnisch zwei Gewinner.

Leute, ich sags Euch. Lasst Euch von der Filmindustrie nicht verarschen.

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Was sind Oberwellen?

18. Dezember 2007 von Patrick Schnabel

Jede Grundfrequenz kann auch mit der Vielfachen ihrer Frequenz schwingen. Diese Schwingungen werden als Luftschwingungen oder als elektrisches Signal weitergegeben. Als elektrisches Signale überlagern sich diese Schwingungen. Dabei entsteht eine neue Kurvenform. Diese ist im Oszilloskop sichtbar. Nicht jedes Signal, sondern nur nicht sinusförmige Signale haben Oberwellen.

Wenn das dargestellte Signal einem reinen Sinus entspricht, sind keine Oberwellen vorhanden. Weicht das dargestellte Signal von einem reinen Sinus ab, dann hat das Signal Oberwellen oder Verzerrungen, die von außen eingestreut werden.

Die Oberwellen selbst kann man nicht direkt sehen, sondern nur aus der Verzerrung der Sinusform erkennen. Ein Rechtecksignal, zum Beispiel, hat einen gewaltigen Oberwellen-Anteil. Normale Oszilloskop zeigen nur die Summe aller Signale und Oberwellen an.

Um die Oberwellen darstellen zu können braucht man ein Oszilloskop mit FFT. Dort sind auch die einzelnen Oberwellen sichtbar. Solche Oszilloskope sind aber sehr teuer.

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