Tastkopf

1. März 2011 von Patrick Schnabel

Wenn man einen Tastkopf mit einem Tastverhältnis von 10:1 hat, dann müsste man theoretisch bei einer Messung von 5V auf dem Oszilloskop 0,5V angezeigt bekommen. Doch dem ist nicht so. Scheinbar zeigt das Oszilloskop die 5V richtig an, obwohl man einen Tastkopf mit 10:1 hat.

Normalerweise kann man ja das Tastverhältnis von 1 oder 10 einstellen. Dieser Tastkopf hat keinen Schalter zum Umstellen.

Der Grund ist die Teilungsfaktor-Erkennung des Oszilloskops. In diesem Fall ist der Tastkopf an einem Oszilloskop mit automatischer Teilungsfaktor-Erkennung angeschlossen. Viele Oszilloskope unterstützen das.

Jetzt ist da noch die Frage, wie das Oszilloskop das erkennt? Die Tastköpfe mit Erkennung haben einen zusätzlichen Pin am BNC-Stecker.

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Elektronik-Arbeitsplatz einrichten

11. Januar 2011 von Patrick Schnabel

Was braucht man eigentlich um einen Elektronik-Arbeitsplatz zum Beispiel im Hobby-Keller einzurichten? Hier meine aktuelle Empfehlung:

Geräte

  • Lötstation, zum Beispiel von Weller oder ERSA
  • Labornetzteil 0…30V/5A
  • Multimeter (möglichst mit Kapazitäts-, Dioden- und Transistortester)
  • kleines Oszilloskop (2-Kanal, optional)

Werkzeug

  • kleine Schraubendreher
  • Spitz- oder Flachzange
  • Pinzette
  • Entlötpumpe
  • kleine Handbohrmaschine mit kleinen Bohrern

Material

  • Lötzinn
  • Entlötlitze

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Schaltung in Betrieb nehmen

14. Dezember 2010 von Patrick Schnabel

Eine Schaltung oder ein Bausatz soll das erste Mal in Betrieb genommen werden. Der erfahrene Elektroniker weiß, was dabei so alles passieren kann. Von nichts, bis zu aufsteigenden Dampfwolken oder auch nur ein leises Zischen ist alles möglich. Wobei auch immer mit platzenden ELKOs und zersplitternden ICs zu rechnen ist. Vor allem wenn die Schaltung schon eine Weile in Betrieb ist.

Von Anfang an Probleme vermeiden

  • Ist der Schaltplan korrekt?
  • Ist die Versorgungsspannung korrekt eingestellt?
  • Ist eines der Bauteile gebraucht und vielleicht defekt?
  • Wurde falsch verdrahtet?
  • Entstehen Kurzschlüsse durch Lötzinnreste?

Die Schaltung funktioniert nicht!

  1. Am Anfang steht immer die Kontrolle der Versorgungsspannung. Falsch angeschlossen oder eingestellt ist schnell passiert.
  2. Die meisten Fehler findet man schon bei einer einfachen Sichtkontrolle. Manchmal muss man etwas genauer hinschauen. Hat die Schaltung bereits funktioniert, dann sind defekte Bauteile die Hauptverdächtigen.
  3. Dann sollte man Dioden, Transistoren, Kondensatoren (gepolte) und ICs überprüfen, ob sie richtig herum eingebaut sind. Diese Kontrolle ist lästig, aber wichtig. Wenn ein anderer einen solchen Fehler findet, dann ist das peinlich. Bei ICs kann es sein, dass der Sockel falsch herum eingebaut ist. Hier muss das IC gedreht werden.

Weitere Informationen zur Fehlersuche in elektronischen Schaltungen

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Alte Bauteile auslöten und wiederverwenden?

17. September 2010 von Patrick Schnabel

My desk
Creative Commons License photo credit: germanium

Als Elektronik-Bastler hat man ja häufig die Sammelwut, um später aus alten gebrauchten Geräten Bauteile auszulöten, um sie später eventuell wieder zu verwenden. Es entsteht dabei eine Sammlung aus Bauteilen mit kurzen Anschlussdrähten, “verbrutzelte” Halbleiter, kaputte Gehäuse und kaum erkennbaren Typenbezeichnungen.  Doch wer will mit solchen Bauteilen ernsthaft eine Schaltung aufbauen?

Bei einem Anfänger funktioniert die Schaltung nicht. Was kann da sein? Ist eines der gebrauchten Bauteile defekt?

Da ist es besser, man kauft sich ein paar Tütchen mit Dioden, Widerständen, Kondensatoren und ein paar der wichtigsten Transistoren. Dann ist man für 90% der Schaltungen gut bedient. Und teuer ist das nicht.

Den ganzen Schrott, den man dann so daheim rumliegen hat, der fliegt dann gleich in die Tonne.

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Steckboard in der Praxis

6. Juli 2010 von Patrick Schnabel

Steckboards zum Testen von Schaltungen sind bei Hobby-Elektroniker sehr beliebt. Statt zu löten, werden die Bauteile einfach und schnell zu Schaltungen zusammengesteckt. Für einfache Verstärker, Radioschaltungen oder die beliebten LED-Spielereien sind Steckboards gut geeignet. Und auch für den schnellen Test gibt es nichts praktischeres als Steckboards.

Aber, Schaltungen mit hohen Taktfrequenzen, hochohmiger Hochspannungstechnik oder Röhren kann man auf einem Steckbrett vergessen. Man handelt sich nur unnötige Probleme ein und die Schaltung funktioniert auf der Leiterplatte aufgelötet nachher völlig anders als geplant.

Hinweis: In einem professionellen Entwicklungslabor wird gelötet oder auch gewrappt. Aber niemals eine Schaltung mit einem Steckboard zusammengesteckt.

Probleme mit Steckboards können dann entstehen, wenn man Bauteildrähte mit unterschiedlichem Durchmesser in die Kontakte steckt. Die Steckboards sind in der Regel für Steckbrücken und Bauteile mit ca. 0,4 mm Durchmesser gemacht. Bei schlechter Qualität des Steckboards kann es passieren, dass dicke Drähte die Kontakte aufbiegen und später dünnere Drähte keinen Kontakt mehr haben. Insbesondere bei billigen Steckboards sind die Kontakte schnell ausgeleiert. Doch auch bei Steckboards guter Qualität leiern die Kontakte bei unvorsichtiger Behandlung mit der Zeit aus oder nutzen sich ab. Die Folge sind keine oder wackelnde elektrische Kontakte. Nichts ist ärgerlicher, als eine aufgebaute Schaltung, die nur deshalb nicht funktioniert, weil das Steckboard Defekte aufweist.

Damit ein Steckboard möglichst lange lebt, sollte man folgende Hinweise beachten:

  • Die ersten beiden Kontaktreihen von der Mitte aus betrachtet, sollten grundsätzlich nur mit ICs bestückt werden.
  • Bauteile mit dickeren Anschlussstifte bis ca. 0,6mm kommen in die äußeren Reihen. Das betrifft hauptsächlich Spannungsregler und Leistungstransistoren.
  • Bauteile mit Lötresten oder dicken Anschlüssen werden nicht eingesteckt, sondern nur über externe Klemmverbinder angeschlossen.

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