ESD – Elektrostatische Entladung

Der menschliche Körper ist in der Lage, elektrostatische Ladungen aufzunehmen und wieder abzugeben. Die Aufladung entsteht durch Reibung und der darauf folgenden Trennung zweier Gegenstände. Die Höhe der statischen Aufladung hängt vom Material, von der Bewegungsgeschwindigkeit und der relativen Luftfeuchtigkeit ab. Nicht elektrisch leitende Materialien, zum Beispiel Kunststoffe, laden sich stärker auf, als leitfähige Materialien, wie zum Beispiel Metalle.

Die Elektrostatische Entladung (ESD = Electro Static Discharge) ist der Ladungsausgleich zwischen zwei unterschiedlich geladenen Gegenständen. Der Ausgleich findet innerhalb sehr kurzer Zeit statt. Dabei kann es sogar zu einer sichtbaren Funkenbildung kommen. Im Alltag kommt es zu Entladungen beim Ausziehen von Kleidungsstücken, die hauptsächlich aus Kunststofffasern bestehen. Oder beim Berühren einer metallischen Türklinke, nachdem man mit Schuhen mit Kunststoffsohle über einen Teppiche „geschlurft“ ist. Je nach Material und Aufladungsdauer fallen die Entladungen spürbare oder weniger spürbar aus.

Damit der Mensch eine Entladung spürt, ist ca. 3000 Volt nötig. Im Vergleich reichen schon 30 Volt aus, um einen Halbleiter-Baustein zu zerstören.