Was ist ein Blockkondensator?

Ein Blockkondensator blockt eine kurzfristige sinkende Betriebsspannung an einem integrierten Schaltkreis, die zum Beispiel bei einer kurzfristigen hohen Stromentnahme durch den Schaltkreis entstehen kann.
Ein Blockkondensator kann auch eine kurzfristig erhöhte Betriebsspannung blocken. Man spricht dann auch von einem Entstörkondensator.
Der Blockkondensator ist auch unter dem Begriff Stützkondensator bekannt.

Allerdings kann man nicht jeden beliebigen Kondensatortyp als Blockkondensator verwenden. So sind Folienkondensatoren üblicherweise Wickelkondensatoren und die haben eine unerwünschte parasitäre Induktivität. Damit erreicht man nicht den erwünschten Effekt, dass der Eingang zwischen Betriebsspannung zu GND möglichst niederimpedant wird. Folienkondensatoren führen dazu, dass unerwünschete Spikes
auf der Speiseleitung nur unzureichend gedämpft werden.
Diese Spikes entstehen hauptsächlich durch die Umschaltvorgänge der Ausgangsstufen, weil beim Pegeldurchgang zwischen HIGH und LOW und umgekehrt hohe Spitzenströme im ns-Bereich entstehen, die die Funktion der digitalen Schaltung leicht destabilisieren können.

Deshalb werden für digitale Schaltkreise üblicherweise Multilayer-Keramik-Kondensatoren (Kerkos) mit 100 nF als Blockkondensatoren verwendet.
Es gibt auch IC-Sockel, die bereits einen Blockkondensator eingebaut haben.